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Pläne für Rekultivierung Die Tongrube am Stettenberg ist sowohl für Heroldsberg als auch für Kalchreuth ein immer wiederkehrendes Thema. Seit dem vorzeitigen Abbruch des Tonabbaus vor rund zehn Jahren liegt das Gelände brach. Bedingung für die Genehmigung zum Abbau in den 70er Jahren war die spätere Rekultivierung.
Johannes Gritz, Geschäftsführer der Inhaberfirma Durmin, stellte bereits Ende April vor dem Kalchreuther Gemeinderat ein Konzept für die weitere Nutzung vor. In diesem ist sowohl ein weiterer Tonabbau, als auch eine Verfüllung der Grube mit „unbedenklichem Bodenaushub, rein mineralischem und vorsortierten Bauschutt sowie vorsortierten und gereinigten Gleisschotter“ vorgesehen. An der Stelle, an der sich bereits ein Teich gebildet hat, soll das Wasser abgepumpt, das Loch trockengelegt und gefüllt werden. Weiter östlich soll ein neuer Weiher entstehen, um Lebensraum für die bereits angesiedelten Wasservögel zu schaffen. Gemeinderat wehrt sich Im Kalchreuther Gemeinderat blieb man dem vorgestellten Konzept gegenüber skeptisch: Bedenken angesichts der Umweltverträglichkeit des Füllmaterials und der Belastung der Anwohner durch den zu erwartenden Lkw-Verkehr – in den nächsten sechs bis zehn Jahren müssten rund 1 Mio. cbm Füllmaterial mitten durch den Ort transportiert werden – führten dazu, dass die Pläne von seiten der Gemeinde abgelehnt wurden. In der vergangenen Gemeinderatssitzung haben die Kalchreuther Gemeinderäte daher einen Fachanwalt beauftragt, ihre Interessen zu vertreten. „Wir wollen keinen weiteren Tonabbau und die Menge des Füllmaterials muss reduziert werden“, stellte Bürgermeister Herbert Saft klar. „Kalchreuth ist eine Naherholungsgemeinde – die Verfüllung in dem Ausmaß unseren Bürgern nicht zuzumuten.“ Ein Faustpfand haben die Kalchreuther für ihre Verhandlungen in der Hand, denn die einzige zur Tongrube führende Straße befindet sich im Gemeindebesitz. „Wichtig ist uns vor allem, bei der Erstellung eines Rekultivierungsplanes mitreden zu können. Bisher wurde uns nur ein Anhörungsrecht zugestanden“, führt der Bürgermeister aus. Im Flächennutzungsplan wurde bereits festgelegt, dass das Gebiet um die Tongrube für „Landwirtschaft und Freizeit“ nutzbar gemacht werden solle. Die Pläne der Firma Durmin müssen dem Rechnung tragen. Und auch die Idee eines Golfplatzes an dieser Stelle ist noch nicht vom Tisch. „Schriftliche Anfragen wurden keine gestellt, aber es gibt Gespräche“, teilt Jürgen Enser, Kämmerer, mit. Da auch der Markt Heroldsberg von den Maßnahmen betroffen sein wird, stellt die Fa. Durmin dort ihr Konzept am Donnerstag, 24. Juni, um 19.30 Uhr ebenfalls in öffentlicher Sitzung dem Gemeinderat vor. |