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Gymnasium Eckental „Afrika ist bunt“ Drucken E-Mail

Afrikatag im Gymnasium EckentalIn der vergangen Wochen hatten die Schüler der fünften bis zwölften Jahrgangsstufe des Gymnasiums Eckental die Möglichkeit einen Blick hinter die Kulissen Afrikas zu werfen. Um die vorhandenen Wissenslücken über den farbenfrohen Kontinent der diesjährigen Fußball-WM zu schließen, so Schulleiter Friedrich Arnet, sollten Projekte wie „Leben im Slum“, „Müllproblem in Afrika“ oder „Brieffreundschaften mit Kenia“ helfen.

Informationen aus erster Hand gab es durch zahlreiche Gäste: So brachte beispielsweise Sarah Ndagire aus Uganda den Schülern einige afrikanische Lieder inklusive traditioneller Tanzweise bei.

Doch auch politische Diskussionen blieben an diesen Tagen nicht aus: Der gebürtige Ghanaer Keli Kpedzroku, der als Asylbewerber nach Deutschland kam und nun seit zwei Jahren deutscher Staatsbürger ist, sprach unter anderem von den Gefahren der weit verbreiteten Aidserkrankungen vor allem im Süden des Kontinentes. Mangelnde Aufklärung, aber auch eine scheinbar unlösbare Kostenfrage in Bezug auf mögliche Verhütungsmittel seien mitunter dafür verantwortlich. Auch Konflikte wie Genitalverstümmelungen oder Homosexualität in Afrika wurden an den Projekttagen thematisiert, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

Dass der „verlorene Kontinent“ jedoch mehr zu bieten hat, als eine Vielzahl politischer und gesellschaftlicher Probleme, erklärt Marie Christine Sacher. „Ich verbinde meine schönsten Erinnerungen mit diesem Fleckchen Erde“, so die 17-jährige Schülerin, die in Ägypten geboren wurde und bis zu ihrem zwölften Lebensjahr dort wohnte. Vor allem die Lebensfreude Afrikas begeistert sie, auch wenn eine starke Kontrolle durch die Familie und die Gesellschaft vorhanden sei. So sei vor allem die persönliche Freiheit der Frau stark eingeschränkt.

Maries Herz hängt jedoch an diesem Land, denn obwohl Afrika vor großen Problemen steht, genießen die Menschen dort mit Tanz, Musik, Gelächter und einem Stück Enthusiasmus ihr Leben.
Unter Beweis wurde dies auch mit dem Team des afrikanischen Tanz- und Musikkreises „iThemba“ gestellt: Die Gruppe junger Südafrikaner, die für acht Monate im Auftrag des Dachverbandes „Youth for Christ International“ durch Deutschland reisen, spricht neben traditionellen Sitten und Bräuchen, auch die Probleme Afrikas an. Mit Musik und Tanz erreichen sie hierbei die Schüler. Der Klang der afrikanischen Vuvuzelas, das gleichmäßige Stampfen und Klatschen der „iThemba“-Gruppe und das energiegeladene Trommeln der Jugendlichen beendete die zwei Projekttage schließlich angemessen.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 14. Juli 2010 )
 
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