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Temperaturen um die 40 Grad wie im Rekordsommer 2003 wurden im wochenblatt-Gebiet zwar noch nicht gemessen, trotzdem stöhnt die Region unter der aktuellen Hitzewelle. Erleichterung verschaffen Besuche an Badeseen oder in den Freibädern der Region. Aber auch ein Spaziergang im schattigen Wald verspricht Linderung – zumindest am Vormittag, bevor sich unter den Kronen der Bäume die Hitze durchsetzt. Dabei sind jedoch verschiedene Verhaltensregeln zu beachten, denn der Waldbrandgefahrenindex zeigt Stufe 4 von 5 an. Die meisten Brände werden von Menschen verursacht, wie der Nürnberger Forstamtsleiter Roland Blank berichtet. Auslöser Nummer 1 ist immer noch die weggeworfene Zigarettenkippe. Zwar gilt von 1. März bis 31. Oktober in den Wälder ein absolutes Rauchverbot – auch Zigarettenkippen aus dem Autofenster zu schnippen ist untersagt – doch viele halten sich nicht daran.
Roland Blank hofft daher auf regenreiche Gewitter im Laufe der Woche. „Es müsste mindestens zwei Stunden heftig regnen, damit sich der Humusboden mit Wasser vollsaugen kann. Bei leichtem Regen bleibt das Wasser in den Kronen und verdunstet beim ersten Sonnenschein wieder“, erklärt er. Dann steigt die Gefahr weiter an und es könnte auch zu Selbstentzündungen durch Sonnenstrahlen auf Glasscherben oder Metallteilen kommen. In den letzten Jahren gab es keine großen Waldbrände in der Region. Dies sei vor allem der Umstrukturierung des Forstes vom reinen „Steckerlas-Wald“ zu Mischwald zu verdanken, so Blank. In den herabgefallenen Nadeln der Kiefern sind leicht entflammbare Harze und Phenole enthalten. Laub entzündet sich wesentlich schlechter. Zudem besitzen inzwischen viele Spaziergänger Handys. Bemerken sie einen Brand im Wald, kann die Feuerwehr umgehend informiert werden und eine Ausbreitung des Feuers verhindern. Die Waldbrandbekämpfung profitiert auch vom nahen Nürnberger Flughafen. Bei ihrem Anflug bemerken die Piloten der Verkehrsflugzeuge Rauch und melden dies sofort dem Tower, der es wiederum an die Feuerwehr weitergeben kann. Zusätzlich werden Kontrollflüge über dem Reichswald durchgeführt. So kann das Schlimmste verhindert werden, denn solange nur ein paar hundert Quadratmeter verbrennen, werden die Bäume lediglich angekokelt, überleben aber in der Regel. Erst wenn sich ein Waldbrand über mehrere Hektar ausbreitet, sind die Schäden verheerend. |