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Wegen der vielen Musikdarbietungen erstreckte sich das Programm zur 20. Geburtstagsfeier der Sing- und Musikschule Igensdorf über den ganzen Tag – ausgerechnet am heißesten Tag des Jahres. Wegen der tropischen Temperaturen versäumten viele den furiosen Auftritt des bekannten Kabarettisten Oliver Tissot, der sich zur großen Freude der Anwesenden als unterhaltsamer Auktionator zu Gunsten des Fördervereins bemühte – und leider nur wenige Käufer fand. Am Abend füllten die Besucher dann doch die Turnhalle, um begeistert das von mehr als 120 Musikschülern einstudierte Musical „Tuishi Pamoja“ zu erleben.
Mit geistreichen Späßen bemühte sich Kabarettist Oliver Tissot bei tropischer Hitze, für den Förderverein der Sing- und Musikschule viele Kostbarkeiten zu versteigern. Die wegen der Mittagshitze überschaubare Zahl der Bietenden wurde zwar bestens unterhalten, nutzte aber nicht alle Chancen: Trotz attraktiver Angebote von betagten Musikinstrumenten über historische Geräte wie Mikroskop und Grammofon bis hin zur Originalzeichnung von Sams-Erfinder Paul Maar blieb vieles liegen. Die gespendeten und (noch) nicht versteigerten Gegenstände werden aber bei anderer Gelegenheit den erhofften Erlös für den Förderverein bringen, versichert Vorsitzender Norbert Reindl, und auf jeden Fall der Unterstützung der Musikschule dienen. 20 Jahre Sing- und Musikschule Igensdorf
Die Sing- und Musikschule Igensdorf präsentierte zusammen mit den Musikschulen Lauf, Forchheim und Ebermannstadt sowie den Gesangvereinen Lindelbach-Stöckach, Rüsselbach und Etlaswind-Pettensiedel einen weiten Bogen musikalischer Vielfalt. Bei der Eröffnung des Festtages begründete Igensdorfs 1. Bürgermeister Wolfgang Rast anschaulich das Engagement der Marktgemeinde für ihre kommunale Musikschule: Seit der Gründung vor 20 Jahren habe die Einrichtung 5.153 Schüler registriert. In dieser Zeit habe man dem Lehrbetrieb 750.000 Euro zuschießen müssen – im Durchschnitt (ohne laufende Betriebskosten der Räume) weniger als 150 Euro pro Schüler. Dafür habe man fachliche und soziale Kompetenzen vermittelt, und an der örtlichen Schule spare sich der Staat erwiesenermaßen das Geld für anderswo übliche, überlastete Sozialarbeiter. „Eine Musikschule rechnet sich nicht, aber sie zahlt sich aus!“ betonte auch Steffen Weber vom bayerischen Musikschulverband, als er den damaligen Initiator und langjährigen Förderer Erwin Zeiß mit einer Ehrennadel des Verbandes auszeichnete. Im Bild: Erwin Zeiß war vor 20 Jahren als 1. Bürgermeister der Initiator für die Gründung einer kommunalen Sing- und Musikschule in Igensdorf. Am Sonntag wurde er von Steffen Weber für den bayerischen Musikschulverband für seine Verdienste geehrt (von rechts, mit Musikschulleiterin Sabine Fischer, die wegen der anschließenden Aufführung des afrikanischen Tier-Musicals als „Erdmännchen“ gekennzeichnet ist). |
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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 21. Juli 2010 )
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