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Jeder bekommt einen Platz Plätze für 535 Kinder stehen im Kindergartenjahr 2010/11 in Heroldsberg für Krippe, Kindergarten oder Hort zur Verfügung – so viele wie nie zuvor. Bisher war nicht sicher, ob im Hort- oder Krippenbereich die Plätze für alle ausreichen (das wochenblatt berichtete). Nun freute sich Bürgermeister Johannes Schalwig, dass jedes angemeldete Kind einen Platz bekommt. Möglich wird dies im Krippenbereich durch eine Aufstockung des Kinderhauses „Gründlachzwerge“ – hier wird ein weiterer Container aufgestellt – und im Hortbereich durch die Zusammenarbeit mit den „Mittagsmäusen“ der Volksschule Heroldsberg.
Allerdings ist man sich in Heroldsberg bewusst, dass dieses Provisorium keine Dauerlösung sein kann. Der Bedarf an Kindergartenplätzen nimmt aufgrund rückläufiger Geburtenzahlen ab, der an Krippenplätzen steigt jedoch wegen der zunehmenden Berufstätigkeit beider Elternteile sprunghaft an. Selbiges gilt auch für den Hortbereich. Daher baut die Gemeinde ein neues Kinderhaus auf dem Gelände des Bauhofs. In diesem Zusammenhang bat man jedoch die Verwaltung, in Zukunft den tatsächlichen Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen zu überprüfen. Einige Kinder würden angemeldet, deren Eltern nicht beide berufstätig seien. Daher könnte eine Arbeitsbescheinigung zur Auflage werden, um sicherzustellen, dass jene Familien vorrangig behandelt würden, die tatsächlich auf einen Hort- oder Krippenplatz angewiesen sind. Heroldsberg baut neues Kinderhaus
Die Gründlachzwerge in Heroldsberg könnten schon im September 2011 aus ihren Containern ausziehen, denn der Heroldsberger Gemeinderat beschloss in seiner letzten Sitzung aufgrund des hohen Bedarfs an Kinderbetreuungsplätzen, ein neues Kinderhaus zu bauen. 1,9 Mio. € wird dies die Gemeinde voraussichtlich kosten. Damit ist das Kinderhaus das größte Bauvorhaben des Marktes seit dem Rathaus. Bereits vor drei Jahren wurden erste Pläne für ein Kinderhaus erarbeitet und wegen rückläufiger Geburtenzahlen sowie knapper Kassen wieder auf Eis gelegt. Zudem rechnete man aufgrund sinkender Schülerzahlen mit der Schließung der Hauptschule. Damit wären Räume freigeworden. Da jedoch für das Schuljahr 2010/11 ein Schulverbund mit den Hauptschulen Eckental und Gräfenberg eingegangen wird (das wochenblatt berichtete), konnte das Schulamt keine verbindliche Aussage über Schließung oder Fortführung des Betriebs treffen. „Wir hängen hier in der Luft“, beschrieb Johannes Schalwig die Lage. Und laut 2. Bürgermeister Eberhard Brunel-Geuder würden die leerstehenden Räume ohnehin für den geplanten Ganztageszweig der Grundschule gebraucht. Hauptargument gegen den Neubau war vor drei Jahren die Sorge, in absehbarer Zeit ein neues Kinderhaus zu haben, dem jedoch die Kinder fehlen. Um leerstehende Räume zu verhindern, wurde nun eine Kooperation mit der evangelischen Kirche Heroldsberg angedacht. Der Kindergarten Regenbogen ist sanierungsbedürftig. Die Gemeinde müsste hier mindestens 600.000 € beisteuern. Allerdings könnte das neue Kinderhaus in einigen Jahren in die Trägerschaft der Kirche übergehen, der Kindergarten Regenbogen würde dorthin umziehen, das Gebäude am Schlossweiher abgerissen. Der Bau wurde nun beschlossen und die Förderung in Höhe von 70 Prozent bei der Regierung von Mittelfranken beantragt. Einige Wünsche hatten die Gemeinderäte bereits geäußert: die Option für eine Photovoltaikanlage wolle man sich offenhalten und auch eine Wärmepumpe wurde angedacht. |