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Schlingen lohnt nicht Langsam essen macht besser satt Wer langsam isst, wird schneller satt. Das wurde jetzt auch wissenschaftlich von griechischen Forschern untermauert. Sie testeten das mit 300-ml-Portionen Eis, die Freiwillige entweder in fünf Minuten herunterschlingen mussten oder es in einer halben Stunde genießen konnten. In regelmäßigen Abständen bestimmten die Forscher die Konzentration von Sättigungshormonen im Blut der Studienteilnehmer. Tatsächlich bildeten die Probanden, die das Eis in fünf Minuten verputzten, deutlich weniger von diesen Hormonen und fühlten sich auch weniger gesättigt als jene, die sich 30 Minuten Zeit ließen.
Fitnesstraining für Autofahrer „Fahr’n, fahr’n, fahr’n, auf der Autobahn“ sangen schon vor 25 Jahren die Jungs von Kraftwerk. Mit der eintönigen Musik spiegelt ihr Hit noch heute das Fahrgefühl langer Autostrecken wider. Müdigkeit, schleppende Reaktionen, Unaufmerksamkeit – wer lang und oft Auto fährt, muss mit solch gefährlichen Nebenwirkungen kämpfen. Doch dagegen gibt es ein simples Rezept: körperliche Fitness. Sie trägt wesentlich dazu bei, auch die Fahrausdauer zu steigern.
Ein von Wissenschaftlern entwickeltes Training kann dabei helfen. Es ist in drei Module aufgeteilt: eins für den Rastplatz während der Fahrtpausen, eins für zu Hause in Vorbereitung auf lange Autofahrten und ein Modul für das Fitness-Studio. Während der langen, gleichbleibenden Sitzhaltung im Auto treten häufig Rückenschmerzen und Verspannungen im Hals-Nackenbereich auf. Dies führt zur verminderten Reaktionsfähigkeit der Muskeln und Unbeweglichkeit. Die einseitige Blickausrichtung während der Fahrt mindert ebenfalls die Konzentration. Deswegen sind regelmäßige Pausen nach zwei Stunden unerlässlich. Übungen am Rastplatz Diese sollten für kreislauffördernde, dehnende und kräftigende Übungen genutzt werden. So hilft zunächst zügiges Gehen, den Kreislauf in Schwung zu bekommen. Nach ausführlichen Körperstreckungen und Kniebeugen, folgen Dehnübungen im Schulter-Nackenbereich und Bewegungen mit der Hüfte. Schließlich kann das Auto kreativ als Sportgerät genutzt werden. Schrägliegestützen am Autodach oder an der unteren Kofferraumkante stärken die Muskulatur. Die Übung mit dem Thera-Band dehnt besonders den Oberschenkel und kräftigt den breiten Rückenmuskel. Einfach die Ferse des einen Beins auf die Schwelle der Autotür setzen, das Band um die Fußsohle legen und mit beiden Händen festhalten. Nun das Becken nach vorn kippen, den Oberkörper mit geradem Rücken nach vorn neigen und den Oberschenkel dehnen. Ebenso wichtig wie die körperliche Fitness ist die Ernährung während der Autofahrt. Durch das Sitzen kommt es leichter zu Verstopfungen und zu verminderter Durchblutung von Magen und Darm. Fettige Speisen belasten zusätzlich. Also lieber auf die Rastplatz-Pommes verzichten und zu den Vollkornbrötchen, Salaten und Obst greifen. Und immer dran denken: viel Wasser trinken. Ein Mangel an Flüssigkeit verringert die Konzentration. Allgemeine Fitness wichtig Doch neben den kleinen Tricks und Übungen während der Fahrt zur Lockerung und Aktivierung der Muskulatur sollte nicht die allgemeine körperliche Fitness vergessen werden. „Insbesondere im Straßenverkehr ist die Fähigkeit des Multitasking entscheidend für die Sicherheit. Je besser die eigene Physis ausgebildet ist, desto konzentrierter und reaktionsfähiger sind Sie“, mahnt Professor Klaus-Michael Braumann vom Institut für Bewegungs- und Sportmedizin der Universität Hamburg an. Das Ausdauertraining auf dem Crosstrainer, Laufband oder Fahrrad im Fitness-Studio helfen, die Aufmerksamkeit auf der Autobahn zu erhöhen. Stress lass nach
Die passende Entspannungsmethode Weniger Stress, mehr Gelassenheit – laut einer Forsa-Umfrage ist dies der häufigste Vorsatz für 2010. Kein Wunder, acht von zehn Deutschen fühlen sich gestresst, suchen im Dschungel der Entspannungs-Angebote nach Möglichkeiten zum Relaxen. Dabei ist die richtige Entspannungsmethode allerdings vom jeweiligen Wahrnehmungstyp abhängig. Es wird dabei zwischen visuellen, auditiven und kinästhetischen Typen unterschieden. Visuell empfängliche Menschen verlassen sich in erster Linie auf ihre Augen, können Bilder und optische Reize am besten verarbeiten. Beste Entspannungsmethode für diesen Wahrnehmungstyp ist die sogenannte Fantasiereise – ein gelenkter Tagtraum, der zum Beispiel eine Reise durch den Körper sein kann. Der auditive Typ dagegen zählt Sprechen und Zuhören zu seinen Stärken und ist oft Musikliebhaber. Diesen Ohrenmenschen wird zur Entspannung autogenes Training empfohlen. Hier lassen autosuggestive Formeln das vegetative Nervensystem in den Erholungszustand umschalten. Für kinästhetisch veranlagte Menschen wiederum sind Fühlen und Einfühlen entscheidend. Sie fassen Dinge an und nehmen gerne Körperkontakt auf. Dieser Typ entspannt am besten mit der von Edmund Jacobson entwickelten progressiven Muskelrelaxation. Dabei werden bestimmte Muskelpartien nacheinander einige Sekunden angespannt und danach bewusst entspannt. Hat man die für sich richtige Methode gefunden und erlernt, kann man schon bald deutlich besser mit Stress umgehen und innerhalb weniger Augenblicke auf Entspannung umschalten. Der Zeitaufwand muss dabei nicht groß sein – 15 Minuten täglich genügen. 10.000 Schritte am Tag helfen
Immer mehr Bundesbürger neigen zu Übergewicht. Dies hat auch Konsequenzen für die Gesundheit. Neben einer gesunden Ernährung sollte man zusätzlich auch im Alltag auf ausreichend Bewegung achten: Mindestens 10.000 Schritte am Tag für mehr Fitness und Wohlbefinden – bei einer halben Stunde spazieren gehen hat man schon rund 3.000 Schritte geschafft – helfen da schon weiter. Dazu noch Treppensteigen statt Aufzug, laufen oder radeln statt Auto fahren. Aktive Bewegung und eine ausgewogenere Ernährung mit mehr Obst und Gemüse und weniger Fett helfen, das Risiko für Herzerkrankungen, aber auch für Diabetes und viele Krebserkrankungen zu senken. Durch mangelnde Bewegung und ungesunde Ernährung hat sich Übergewicht zu einer wahren Epidemie entwickelt: 1995 waren etwa ein Drittel der Erwachsenen in Bayern übergewichtig, mittlerweile sind es fast die Hälfte. Folgekrankheiten, wie Diabetes, Herz-Kreislauf- und Gelenkerkrankungen sind damit vorprogrammiert. Wenn diese Entwicklung so weitergeht, droht eine Kostenlawine, die das Gesundheitssystem zum Explodieren bringt. Deutschland gibt jährlich 240 Milliarden Euro für den Ausgleich von Gesundheitsschäden aus. Krankheiten durch falsche Ernährung verursachen laut dem bayerischen Gesundheitsministerium heute bereits 30 Prozent dieser Kosten. Frühkindliche Essgewohnheiten prägen ein Leben lang
Übergewichtige Kinder sind die übergewichtigen Erwachsenen von morgen. Ernährungserziehung ist daher gerade für Kinder wichtig, denn frühkindliche Essgewohnheiten prägen ein Leben lang. Eines der zentralen Themen der „Gesundheitsvorsorge-Initiative Gesund.Leben.Bayern.“ ist deshalb der Kampf gegen Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen. Kinder und Jugendliche werden im Kindergarten, in der Schule, im Freizeitbereich angeregt, ihre Gesundheit aktiv zu erhalten. Projekte, wie „Tiger Kids“ im Kindergarten oder das Schülerunternehmen für gesunde Pausenverpflegung „Essen, was uns schmeckt“ zeigen den Weg dazu auf. Im Frühling nicht mehr „sauer sein“
Säuren und Basen ins Gleichgewicht bringen Über den Winter wird meist üppig gegessen. Doch extrem eiweißreiche Kost kann, verbunden mit einer ungesunden Lebensweise, zur Übersäuerung des Organismus führen. Schätzungen zufolge sind bis zu 80 Prozent der Bevölkerung übersäuert. Die Folge: Unsere Zellen können nicht richtig arbeiten, der Stoffwechsel lahmt, wir fühlen uns müde und schlapp. Bekommt der Körper auf Dauer zu viel Saures, drohen Harnsteine und brüchige Knochen. Ideal zum Abpuffern überschüssiger Säuren sind Heilwässer mit mehr als 1,3 Gramm Hydrogencarbonat, auch Bicarbonat genannt. Sie wirken stark basisch und bilden damit einen gesunden Ausgleich zu einer säurelastigen Ernährung. Zudem enthalten Heilwässer weitere wichtige Inhaltsstoffe wie Calcium und Magnesium. Auch diese neutralisieren Säuren und sorgen dafür, dass Knochen und Zellen ausreichend mit Mineralstoffen versorgt werden. Gleichzeitig decken die Wässer den Flüssigkeitsbedarf, was das Ausschwemmen von Säuren wiederum erleichtert. Es wird empfohlen, 0,75 bis 2,25 Liter Heilwasser am Tag zu trinken. Viel Obst und Gemüse sowie ausreichend Bewegung und Entspannung helfen zusätzlich, das Säure-Basen-Gleichgewicht wieder herzustellen. So geht‘s gesund statt sauer in den Frühling. Saunagang ist für die Haut wie eine Schönheitskur
Wer regelmäßig in die Sauna geht, tut seiner Gesundheit etwas Gutes und hilft dem Körper, sich besser auf unterschiedliche Witterungsbedingungen einzustellen. Grundsätzlich gilt: Vor dem Saunagang sollte man sich ausgiebig duschen und die Seife gründlich abwaschen, damit die Haut von Fetten und Ölen befreit wird. Wenn die Poren frei sind, kann die Haut gut schwitzen. Ein durchschnittlicher Saunagang sollte mindestens acht, längstens 15 Minuten dauern. Wichtig auch: Nach dem Saunagang muss die Abkühlung erfolgen, entweder in Form einer kalten Dusche oder durch das Abtauchen im Kaltwasserbecken und dann durch den Gang an die frische Luft, zum Beispiel in den Schnee. Danach ist zwingend eine Erholungsphase notwendig, wobei Fachleute dazu raten, sich in ein Handtuch oder eine warme Decke einzuhüllen und im Liegestuhl zu entspannen. Mehr als zwei bis drei Saunagänge in Folge sollte man nicht unternehmen, um den Kreislauf nicht zu überfordern, denn der Körper durchlebt – zumindest beim klassischen Saunieren – mehrfach Extremsituationen. Erst kommt es durch die Hitze der Sauna zur Erweiterung der Blutgefäße, wobei auf der Haut dann pro Minute bis zu zehn ml Wasser verdunsten. In der Abkühlungsphase wird die Körpertemperatur dann wieder auf Normalwerte gedrosselt, die Blutgefäße verengen sich. Für die Haut, so die Experten, ist dieses Wechselspiel die reinste Schönheitskur, weil die Haut gestrafft und der Alterungsprozess deutlich hinausgezögert wird. Zudem wird die Haut während des Schwitzens von innen heraus gereinigt, sie arbeitet bei starker Schweißbildung wie eine zusätzliche Niere. So kommt es nicht selten vor, dass Menschen bei drei Saunagängen bis zu einem Liter Flüssigkeit verlieren und dabei auch große Mengen von Schwermetallen und Bioziden ausscheiden. Aber Saunieren sorgt nicht nur fürs Wohlbefinden, es ist auch medizinisch wichtig: Saunieren stärkt das Immunsystem und sagt so den Viren den Kampf an. So hilft die heiße Luft jenen Patienten, die unter chronischer Bronchitis leiden; auch Menschen, die Darmprobleme oder oftmals Krämpfe haben, kann die Hitze Linderung bringen. Hingegen sollte man mit einer Erkältung oder frischen Infekten die Sauna meiden, weil die Symptome durch die Wärme- und Kältereize besonders heftig auftreten können. Vorsicht ist auch geboten, wer medizinisch vorbelastet ist. So sollten Bluthochdruck-Patienten mit der Abkühlung zurückhaltend sein. Und wer einen Herzinfarkt hatte, muss sich vor dem Saunabesuch mit seinem Arzt beraten. Das gleiche gilt für Schwangere. Doch längst gibt es nicht mehr nur die klassische „finnische Sauna“ mit trockener Hitze, sondern gemäßigtere Varianten wie Bio-Sauna, Dampfbad oder Tepidarium mit Lehmwänden. Dort ist die Temperatur nur zwischen angenehmen 40 und 50 Grad warm, dafür liegt die Luftfeuchtigkeit meist höher. |