|
Der Kreisverkehr – jeder kennt ihn, wenige verstehen ihn Seit einigen Jahren ist der Kreisverkehr wieder im Kommen. Lange Zeit verschwand dieses Regulierungssystem immer mehr von deutschen Straßen. Zunehmend entdeckte man jedoch, dass es zum besseren Verkehrsfluss beitragen kann und so wurde das Konzept Kreisverkehr wiederentdeckt. In Kalchreuth geht es mitten im Ort rund und auch in Unterschöllenbach, in Herpersdorf, an der Eschenauer B2-Umgehung von Nürnberg und Forth kommend, stoßen die Verkehrsteilnehmer auf einen Kreisverkehr.
Wie der Fahrlehrer Harald Kerner feststellt, kommt es aber leider immer wieder zu Unstimmigkeiten und Problemen bei der richtigen Benutzung eines Kreisverkehrs. Die Vorfahrtsregelung, das Einfahren und das Ausfahren sind oft Gründe dafür, dass der Kreisverkehr bei Fahrern unbeliebt ist und manchmal sogar als Hindernis im Verkehrsfluss gilt. Dennoch gilt der Kreisverkehr als kostengünstige Alternative zu einer Ampelregelung. Für Unsichere hat der Fachmann daher im wochenblatt eine kleine Auffrischung wichtiger Verkehrsregeln zusammengestellt. Das richtige Verhalten im Kreisverkehr
Zunächst ist der Kreisverkehr so geregelt, dass der Verkehr im Kreis vorfahrtsberechtigt ist. Nur vereinzelt, meist innerhalb geschlossener Ortschaften, gilt beim Einfahren die Regel „Rechts vor Links“. Der Grund dafür liegt oft in der indirekten Verkehrsberuhigung, denn in diesem Fall ist eine mäßige Geschwindigkeit erforderlich. Beim Befahren des Kreises gibt es allgemein keine Schwierigkeiten. Vereinzelt sieht man, dass bei weiterem Befahren des Kreises links geblinkt wird, das ist nicht erforderlich, da keine Richtungsänderung erfolgt. Das Ausfahren aus dem Kreisverkehr ist jedoch mit dem Blinker nach rechts deutlich im Voraus anzuzeigen. Damit wird dem ankommenden Verkehr signalisiert, dass er zügig einfahren kann. Wenn der Einfahrende bis zur Schrittgeschwindigkeit gezwungen wird, kann ein Kreisverkehr sicherlich zur Verkehrsbehinderung werden. Das rechtzeitige Blinken ist daher wichtig. Zusammenfassend ist zu sagen, dass auf einen Kreisverkehr im Voraus durch ein Gefahrzeichen hingewiesen wird (rundes, blaues Schild mit drei weißen Pfeilen, gegen den den Uhrzeigersinn), als nächstes die Vorfahrtsregelung zu beachten, beim Einfahren kein Blinker, jedoch beim Ausfahren rechtzeitig nach rechts zu blinken ist. Wenn diese Regelungen beachtet werden und etwas partnerschaftliches Verkehrsverhalten mit eingebracht wird, stellt der Kreisverkehr eine gute Verkehrsführung dar. Natürlich muss man auch tolerieren, dass die großen Verkehrsteilnehmer mit Lkw und Omnibussen etwas langsamer sein müssen. Sie wollen sicherlich nicht absichtlich den Schnelleren ein Hindernis sein. Das wochenblatt wünscht gute Fahrt. Winter ade – Frühling juchhe
Bald hat die kalte Jahreszeit verspielt, und allenthalben kommen so langsam Frühlingsgefühle auf. Jetzt kann es auch darangehen, dem fahrbaren Untersatz die Winterspuren auszutreiben und ihn fit fürs Frühjahr zu machen. Am besten fängt man mit einer gründlichen Entrümpelung des Innen- und Kofferraums an. Dazu alles lose an Bord Befindliche ausräumen und – abgesehen vom Müll, der einfach entsorgt wird – in zwei Kategorien einteilen: unter dem Aspekt „bleibt im Auto” beziehungsweise „wandert in Keller oder Garage”. Zu den Dingen, die nun Sommerpause machen, gehören sicherlich Schneeketten, Eiskratzer, Frostschutzmittel und Scheibenenteiser. Dagegen müssen Warndreieck und Verbandkasten zurück in den Kofferraum. Auch Warnweste, Abschleppseil sowie Starthilfekabel sollten ganzjährig mitgeführt werden. Noch ein Tipp: Selbst bei beladenem Fahrzeug alles Wichtige so unterbringen, dass es griffbereit zur Verfügung steht. Darauf achten, dass sich die Utensilien bei Notbremsungen oder gar im Crashfall nicht selbstständig machen und im Wageninneren herumfliegen können. Im Bild: Nach dem Winter wird es Zeit, wieder Ballast abzuwerfen. Durch das eingesparte Gewicht kann sich auch der Spritverbrauch verringern. Tipps für den automobilen Frühjahrsputz
Außen sauber – auch da, wo man es nicht sieht Ab Mitte März wird wohl auch in der wochenblatt-Region keine Salzstreuung mehr notwendig sein. Dann ist es Zeit für eine gründliche Außenwäsche des Wagens, bei der auch der Unterboden und die Radläufe nicht vergessen werden sollten. Besonders dort hält sich das aggressive Salz des Winters an schwer zugänglichen Stellen unnötig lang, wenn nicht nachgeholfen wird. Automatische Waschanlagen bieten entsprechende Programme mit einer Unterbodenwäsche. Tipp: Ein prüfender Blick nach dem Waschgang lohnt sich. Haben die Düsen wirklich gesprüht? Ist der Unterboden nass? Vertrauen ist gut, Kontrolle besser. Deshalb sollten Sie auch nachsehen, ob der Lack nach der Wäsche matt erscheint oder gar Kratzer aufweist. Das kann bei unzureichend gewarteten Waschanlagen durchaus mal der Fall sein. Schäden können nur an Ort und Stelle sofort beim Betreiber moniert werden. Handarbeit zur Vor- und Nachsorge
Handwäsche des Wagens vor dem Haus ist aus Umweltschutzgründen grundsätzlich von Übel. So sind etwa die waschaktiven Substanzen der Reinigungsmittel (Tenside) zur schnellen Schmutzlösung meist nur schlecht biologisch abbaubar. Und auch ein naher Straßengully garantiert noch lange nicht, dass auch alles Abwasser in der Kläranlage landet. Am offiziell dafür vorgesehenen Waschplatz ist Handarbeit hingegen durchaus sinnvoll. Zumal für Falze, Kanten und Ritzen, denn die werden von Autowaschanlagen häufig nur unzureichend gesäubert. Tipp: Weichen Sie zuerst den groben Schmutz mit Wasser auf und spülen ihn ab. Verwenden Sie Shampoo nur für hartnäckige Verschmutzungen. Benutzen Sie zur Reinigung einen weichen Schwamm, Waschhandschuhe oder geeignete Waschbürsten. Arbeiten Sie mit geringem Druck von oben nach unten und spülen Sie Schwamm, Handschuhe oder Bürste in kurzen Abständen gründlich aus, damit nicht Schmutzreste (Mikro-) Kratzer im Lack verursachen können. Reinigen Sie Räder und Einstiegsbereiche zuletzt. Trocknen Sie das Fahrzeug mit einem Fensterleder ab.
Vorsicht mit dem Hochdruckreiniger
Nach jedem Winter empfiehlt sich eine Motorwäsche mit Hilfe eines Dampfstrahlers, der sich auch zur Fahrzeugpflege eignet. Vorsicht ist jedoch angebracht. Hochdruckreiniger in der Hand von Laien können mehr Schaden als Nutzen stiften. Der Strahl aus zu kurzer Entfernung aufs Auto gerichtet, kann sehr schnell große Schäden an Lack und Kunststoffteilen verursachen und den Unterbodenschutz verletzen. Deshalb sollte man die Bedienungshinweise für Druck und Spritzabstand genauestens befolgen und insbesondere einen genügend großen Abstand zu weichen Materialien und lackierten Stoßfängern halten. Gefahr besteht auch für die Reifen, die durch einen falschen Umgang mit dem Hochdruckreiniger sichtbar – aber auch unsichtbar – nachhaltig beschädigt werden können. Tipp: Zumindest die Motorwäsche besser vom Fachmann ausführen lassen, damit nicht empfindliche elektronische Bauteile durch unsachgemäße Handhabung des Hochdruckreinigers Schaden nehmen. Eine anschließende dauerhafte Konservierung des Motorraums mit Schutzwachs wird von vielen Automobilherstellern empfohlen. Fürsorgliche Behandlung von Gummi, Lack und Glas
Nach der gründlichen Außenreinigung empfiehlt sich eine genaue Kontrolle von Gummidichtungen, Lack, Windschutzscheibe und Scheibenwischern. Gummidichtungen von Türen und Fenstern sollten zur Erhaltung ihrer Geschmeidigkeit mit Pflegemitteln wie etwa Silikonspray behandelt werden. Kleinere Einschlagstellen im Lack lassen sich zur optischen Glättung sogar auspolieren oder mit einem Lackstift behandeln. Für die Lackreparatur ist etwas Erfahrung hilfreich, damit das Ergebnis dann auch tatsächlich ansehnlich erscheint. Im Zweifelsfall, insbesondere bei sichtbarem Rost, sollte ein Fachmann zu Rate gezogen werden. Lohnende, aber echte Fleißarbeit ist die abschließende Hartwachsversiegelung. Die sollte man spätestens dann vornehmen (lassen), wenn auf dem sauberen Lack das Wasser nicht mehr deutlich abperlt. Der Einsatz von Lackpolituren, der stets mit etwas Materialabtrag verbunden ist, wird allerdings erst dann empfehlenswert, wenn sich mit Konservierungsmitteln kein Glanz mehr erzielen lässt. Polituren ohne konservierende Bestandteile erfordern eine anschließende konservierende Behandlung des Lacks. Zur Frühjahrskur gehören auch die Scheibenwischer. Heckscheibenwischer nicht vergessen: Liegen sie noch perfekt an? Sind die Lippen unversehrt? Wenn die Wischerblätter leicht schmieren, sollte man sie erst einmal mit einem weichen Tuch reinigen und bei starker Verschmutzung per Schwamm mit einem Scheibenreiniger behandeln. Hilft auch das nicht, sollten sie ausgetauscht werden. Tipp: Die Gefahr von Steinschlägen an der Windschutzscheibe steigt im Winter an. Deshalb empfiehlt sich eine genaue Kontrolle am Ende der Saison ganz besonders. Reparaturen kleinerer Schäden sind meist ohne Tausch der Scheibe möglich und werden von Fachwerkstätten durchgeführt. Für Teilkaskoversicherte sind die Reparaturen häufig kostenlos. Innenraum reinigen
Eine gründliche Fahrzeuginnenreinigung ist längst nicht nur eine Frage des persönlichen Sauberkeitsbedürfnisses. Vielmehr beeinträchtigen zumal nach einer feucht-kalten Wintersaison gleichmäßig verteilte und daher auf den ersten Blick nicht sofort erkennbare Beläge innen auf den Scheiben die Sicht. Feuchte und schmutzige Polster und Teppiche sind die idealen Nährböden für Pilze und Bakterien, die in vielen Fällen die Gesundheit der Passagiere beeinträchtigen und Ursache für unerklärlich schlechte Gerüche im Fahrzeug sein können. Chemische Geruchsvernichter packen das Problem nicht an der Wurzel, da hilft nur eine Grundreinigung. Die beginnt mit einer Grobschmutzentfernung. Dazu gehört gründliches Saugen und das Einsprühen der Fußmatten mit Universalreiniger, die danach (eventuell mit Hochdruckreiniger) abgewaschen werden. Für die Fußmatten keinesfalls Cockpitspray verwenden: Durch den feinen Film besteht Rutschgefahr! Selbst scheinbar saubere Scheiben sind häufig beschlagen, nicht zuletzt bedingt durch die Ausdünstungen der Kunststoffteile im Fahrzeuginnenraum, was besonders nachts die Blendung durch den Gegenverkehr verstärkt. Mikrofasertücher und Glasreiniger sorgen hier wieder für echten Durchblick. Mikrofaser eignet sich im Übrigen für nahezu alle Oberflächen im Innenraum, wobei häufig schon reines Wasser als Lösungsmittel für Verschmutzungen ausreicht. Vorsicht bei der Reinigung des Dachhimmels. Zu starkes Reiben kann die Struktur zerstören oder zu hellen Stellen führen. Für die Sitze sollten geeignete Polster- oder Lederreiniger verwendet werden. Tipp: Wenn es nach einer sorgfältigen Innenreinigung im Fahrzeug noch immer unangenehm riecht, kann auch die Klimaanlage dran schuld sein, die im Winter vielleicht zu selten in Betrieb war und daher den Nährboden für unterschiedlichste Keime gebildet hat. In diesen Fällen sollte man in der Fachwerkstatt Rat suchen. Räder wechseln – aber richtig
Der Wechsel von Winter- auf Sommerräder ist eine gute Gelegenheit, sich um die eigene Sicherheit zu sorgen. Sollen die Pneus vom letzten Sommer montiert werden? Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Profiltiefe von mindestens 1,6 mm, die an sechs- bis achtmal in der Reifenlauffläche integrierten so genannten Verschleißanzeigern abgelesen werden kann. GTÜ-Experten (Gesellschaft für Technische Überwachung) empfehlen jedoch aus Gründen der Verkehrssicherheit für Sommerreifen eine Restprofiltiefe von mindestens 3 mm und 4 mm bei Winterrreifen. Reifen unterhalb dieser Profiltiefe sollten nicht mehr montiert werden. Beim Neukauf empfiehlt sich ein Blick auf Vergleichstests unabhängiger Organisationen, denn Billigreifen entsprechen nicht immer europäischen Qualitätsvorstellungen und auch bei Markenreifen gibt es bemerkenswerte Unterschiede, was Handling, Bremsweg, Aquaplaning, Seitenführung, Rollwiderstand, Komfort, Geräusch und Verschleiß betrifft.
Fünf Punkte zu Ihrer Sicherheit:
1. Schauen Sie sich Ihre gebrauchten Sommerpneus vor der Montage genau an. Sind Lauffläche und Flanken unverletzt? Unregelmäßig abradierte Reifen deuten auf defekte Stoßdämpfer, eine falsche (aber meist nachjustierbare) Fahrwerksgeometrie oder zu niedrigen Fülldruck hin.
2. Bei der Montage so genannter laufrichtungsgebundender Reifen muss der Pfeil auf der Reifenflanke an jeder Fahrzeugseite immer in Laufrichtung nach vorne zeigen. Tauschen Sie auch deshalb Räder beim Wechseln nur von vorne nach hinten, was sinnvoll ist, um den höheren Verschleiß der Reifen an den angetriebenen Achsen auszugleichen. Tauschen Sie aber niemals von links nach rechts.
3. Montieren Sie die Räder immer nur mit den dafür vorgesehenen Radschrauben. Im Zweifel wissen die Fachwerkstatt oder der Reifenhändler Bescheid.
4. Vergewissern Sie sich, dass bei der Rädermontage die Radschrauben mit dem vom Hersteller vorgeschriebenen Drehmoment angezogen werden (steht in der Betriebsanleitung). Dazu benötigt man neben dem normalen Radkreuz einen Drehmomentschlüssel, der die Kontrolle des Anzugsdrehmoments ermöglicht. Zu wenig ist da genauso schädlich wie zu viel. In beiden Fällen können sich nämlich die Radschrauben lösen. Bei zu stark angezogenen Radschrauben werden unter Umständen die selbstsichernden Materialeigenschaften aus der Verbindung Felge/Radschraube in Mitleidenschaft gezogen.
5. Sorgen Sie unmittelbar nach der Montage für den richtigen Reifenfülldruck (steht in der Bedienungsanleitung oder im Tankdeckel, respektive im Einstieg der Fahrertür). Versorgen Sie auch das Reserverad (sofern vorhanden) mit dem korrekten Luftdruck, damit es im Ernstfall auch einsatzbereit ist. Denken Sie daran, dass auf jedes Reifenventil eine Verschlusskappe geschraubt werden sollte. Tipp: Sommerreifen nicht zu früh montieren. Bei Temperaturen unter sieben Grad Celsius sind Winterreifen die bessere Wahl. Außerdem muss bis zu den Eisheiligen Mitte Mai mit Nachtfrost gerechnet werden. Motoröle: Die Multitalente rechnen sich
Im Frühling sollte nicht nur daheim, sondern auch im und am Auto ein gründlicher Frühjahrsputz durchgeführt werden. Auch den Ölstand zu kontrollieren, kann dabei nicht schaden. Muss aufgefüllt werden, sollte dies mit Leichtlaufölen geschehen. Leichtlauföle sind wahre Multitalente: Sie erhöhen die Lebensdauer des Motors, verbessern seine Leistungsfähigkeit, senken den Spritverbrauch, sparen Kosten und schonen die Umwelt. Das sind gute Gründe an Tankstellen, in Werkstätten und im Handel nach Leichtlaufölen zu fragen. Während Mineralöle durch ein relativ einfaches Verfahren aus Erdöl gewonnen werden, unterliegen Leichtlauföle einem synthetischen Herstellungsprozess, der die Leistungsmerkmale deutlich verbessert, wissen die Experten des Kraftfahrzeug-Gewerbes. Leichtlauföle decken sehr hohe und sehr niedrige Temperaturbereiche ab. Das deutlich verbesserte Fließverhalten, die Viskosität, ermöglicht eine schnellere Reibungsminderung und Durchölung im Motor. Das führt zu einer spürbaren Einsparung von Kraftstoff. Leichtlauföle sind nicht billig. Im Vergleich zu herkömmlichen Motorölen kosten sie das Doppelte bis Dreifache. Durch den Spritspareffekt können die Kosten aber ausgeglichen und sogar noch Geld gespart werden. In der Regel vertragen alle Autos Leichtlauföle, auch ältere. Bei der Umstellung empfehlen Fachleute einen kompletten Ölwechsel im Kfz-Meisterbetrieb und einen Blick in die Betriebsanleitung, in der die vom Hersteller definierten Leistungsmerkmale des Öls beschrieben sind. Drei Fragen zum Thema Motoröl
Beim Thema Öl teilen sich häfig die Meinungen: Lohnen Leichtlauföle in modernen Motoren? Gibt es besondere Öle für Dieselfahrzeuge? Was spricht gegen Ölwechsel im Do-it-yourself-Verfahren? 1. Leichtlauföle lohnen auf jeden Fall. Eine schnelle Durchölung für exzellentes Kaltstart-Verhalten des Motors und ein stabiler Schmier- und Schutzfilm mit hohen Sicherheitsreserven im Hochtemperaturbereich – das sind Anforderungen, die heute nur noch Hochleistungsschmierstoffe sicher erfüllen können. Hochleistungsschmierstoffe – und dazu zählen die Leichtlauföle mit einer Viskosität 0W-20, 5W-30 und 5W-40 – haben gegenüber herkömmlichen Motorenölen wesentliche Vorteile: Durch stabilere Molekülstrukturen haben sie geringere Verdampfungsverluste und garantieren gerade auch bei hohen Betriebstemperaturen einen geringeren Ölverbrauch. Dadurch neigen sie auch weniger zur Verkokung und zu Ablagerungen. Die Motoren bleiben länger sauber und erhalten ihr Leistungsvermögen über eine längere Betriebszeit. Da Schwefel und Phosphor entfallen, eignen sich diese Öle weitaus besser für Abgas-Nachbehandlungssysteme wie Katalysatoren oder Dieselrußpartikelfilter und gewährleisten eine höhere Lebensdauer dieser kostspieligen Systeme. Die Additivpakete sind bei Hochleistungs-Motorenölen wesentlich hochwertiger als bei herkömmlichen Ölen. Sie sorgen für eine höhere Alterungsbeständigkeit, verbesserte Spül- und Reinigungswirkung und längere Leistungsfähigkeit des Motors. Wer sparen möchte, achtet bei Motoren auf Hochleistungsöle und Einhaltung der Ölwechselintervalle: Schonung und Werterhalt des Fahrzeugs verbunden mit vermindertem Kraftstoffverbrauch und geringeren CO2-Emissonen, zahlen sich schnell aus. 2. Generell gesagt: die Anforderungen an moderne Schmierstoffe wachsen. Mit dem Einzug neuer Dieselmotoren und der Einführung von deutlich längeren Ölwechselintervallen wurden anspruchsvolle, speziell für moderne Dieselfahrzeuge entwickelte Motorenölkonzepte mit innovativer Additivtechnologie notwendig. Der Siegeszug des Diesel-Rußpartikelfilters setzt hier noch einen „drauf“: Nur spezielle Motorenöle beispielsweise mit niedrigstem Sulfataschegehalt und einer neuartigen Additivtechnologie können die einwandfreie Funktionsfähigkeit des Filters über seine ganze Lebensdauer hinweg ermöglichen. Das falsche Motorenöl heißt hier nach kürzester Zeit: ein teurer Austausch des Filters. 3. Wird ein Ölwechsel im Do-it-yourself-Verfahren durchgeführt, kann dies schlimme Folgen haben: Wenn Öl ins Erdreich läuft, richtet es dort erhebliche Umweltschäden an. Schon ein Liter Altöl kann eine Million Liter Trinkwasser verunreinigen. Aber nicht nur das. Für jeden, der seinen Ölwechsel selbst durchführt, ist es weder einfach noch ein Vergnügen, das Altöl aufzufangen und entsprechend ordnungsgemäß zu entsorgen. Vom Wechseln des Ölfilters bis hin zum richtigen Festdrehen der Ölablassschraube ganz zu schweigen. Und das richtige Öl muss man auch erst einmal sorgfältig auswählen. Nicht zu vergessen: jeder durchgeführte und von der Werkstatt dokumentierte Service trägt zum nachweisbaren Werterhalt des jeweiligen Fahrzeugs bei. Deshalb sollte man den Wechsel und die Entsorgung dem Fachmann im Kfz-Meisterbetrieb überlassen. Sicherheit vor Fahr-Lässigkeit
Markt Igensdorf setzt künftig auf kommunale Geschwindigkeitskontrollen Für die Bürgerversammlungen nach der jüngsten Marktgemeinderatssitzung am 24. Februar war Bürgermeister Wolfgang Rast mit heiklen Zahlen ausgerüstet: Probe-Geschwindigkeitsmessungen an verschiedenen Straßenabschnitten im Markt Igensdorf hatten teilweise erschreckende Ergebnisse geliefert. Für die Räte waren diese Werte Anlass zu einer angeregten Debatte und schließlich zum Beschluss, Geschwindigkeitsüberwachung im kommunalen Auftrag durchführen zu lassen. Bei der Versammlung für Pettensiedel und Etlaswind im Landgasthof Drei Linden stieß das Vorhaben auf wenig Widerspruch. Im Bild: Willkommen in Dachstadt – aber nicht mit den bereits gemessenen 118 km/h an der Bushaltestelle Bamberger Straße! 71 Prozent aller Autofahrer fuhren hier zu schnell.
Mit 125 Sachen an der Bushaltestelle vorbei
Weniger erfreulich waren die Geschwindigkeits-Messergebnisse: Direkt an der Grundschule Igensdorf fuhr mehr als ein Drittel schneller als erlaubt, der Spitzenreiter war mit 87 km/h unterwegs. Von hier aus Richtung Stöckach wurden am Ortseingang mit Fußgängerüberweg (!) sogar 112 km/h gemessen, schneller als erlaubt waren ca. 50 Prozent. Am Kindergarten Igensdorf ergaben die Messungen bis zu 62 km/h bei erlaubten 30 km/h und 46 % Überschreitungshäufigkeit, an der Bushaltestelle Forchheimer Straße Richtung Dachstadt 89 km/h, wobei knapp die Hälfte zu schnell unterwegs war. Die höchsten Geschwindigkeiten wurden an der B2 gemessen: Der Spitzenwert von 125 km/h an der Bushaltestelle bei der Tankstelle in Mitteldorf und am Bahnhof 110 km/h (mit jeweils ca. 40 % Überschreitungshäufigkeit). Aber auch in der Siedlung „In der Walch“ fuhren 27 % schneller als die erlaubten 30 und waren mit bis zu 55 km/h unterwegs. Die meisten waren zu schnell
An anderen Messpunkten stimmten nicht nur die Spitzengeschwindigkeiten bedenklich, sondern auch der Umstand, dass mehr als drei Viertel aller Fahreuge zu schnell fuhr: Zwischen Unter- und Mittelrüsselbach 75 % mit bis zu 96 km/h und in Pettensiedel an der Bushaltestelle Mitte (hier sind 30 km/h erlaubt) sogar 85 % mit bis zu 64 km/h. An der Haltestelle Siedlung waren zwar „nur“ 45 Prozent zu schnell, dafür aber mit bis zu 88 km/h. Diese Höchstgeschwindigkeiten wurden auch zwischen 6 und 9 Uhr sowie zwischen 12 und 14 Uhr gemessen – zu Zeiten also, zu denen auch viele Schulkinder unterwegs sind. Daher rang sich der Marktgemeinderat zwar nicht mit großer, aber eindeutiger Mehrheit dazu durch, die kommunale Geschwindigkeitsüberwachung einzuführen. Durchführen wird diese Messungen – wie auch die bereits durchgeführten Testmessungen – voraussichtlich eine „Gesellschaft für Kommunale Verkehrssicherheit GKVS“ in Zusammenarbeit mit einer Zweckgemeinschaft aus zahlreichen Kommunen, die mit dieser Maßnahme die Verkehrssicherheit signifikant erhöhen konnten. Gemeinnützige Verwendung der Überschüsse
Großen Wert legte Bürgermeister Wolfgang Rast auf die Feststellung, dass die kommunale Geschwindigkeitsüberwachung keinesfalls der finanziellen Sanierung dienen werde. Sollte überhaupt ein Überschuss anfallen, was nicht gewährleistet ist, dann werde dieser ausschließlich gemeinnützigen Zwecken in der Gemeinde und damit den Bürgern zugute kommen. Aus deren Mitte wiederum kommen wohl auch die meisten der bisher „geblitzten“ Autofahrer, die vor der eigenen Haustür vermutlich mehr auf Geschwindigkeitsbeschränkungen achten. Für sie und alle anderen Fahrzeuglenker gilt künftig (nicht nur) in Igensdorf: Fahrspaß mit Sicherheit statt zu viel Lässigkeit – oder gar Fahrlässigkeit. |