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Wer sich im Sommer an einer schönen, gleichmäßigen Grasfläche erfreuen möchte, sollte bald den Rasen einer Frühjahrskur unterziehen. Auch dichte Grünflächen verfilzen und vermoosen mit der Zeit, sodass Wasser und Dünger nicht mehr an die Wurzeln dringen. Dann wächst das Gras schwach und ungleichmäßig. Ist der Rasen von Moos und Filz befreit, wird er nicht länger verdrängt und kann gesund und kräftig heranwachsen. Im Gegensatz zu einem Vertikutierer besteht beim Moosrupfer nicht die Gefahr, dass die Rasenwurzeln beschädigt werden er kämmt das Grün schonend und effektiv durch. Bei stark vermoosten Flächen ist es sinnvoll, den Rupfer mehrmals hintereinander einzusetzen. Das Lüften des Rasens ersetzt natürlich nicht die Düngung. An kahlen Stellen empfiehlt es sich, nachzusäen. Nach wenigen Wochen wird die Grünfläche dann wieder gleichmäßig dicht sein.
Gartenpflege im März Gehölze Ab März können Sie alle laubabwerfenden Sträucher, Bäume und Heckenpflanzen in den vorbereiteten Boden pflanzen. Wenn der Boden frostfrei ist, können nun auch Rosen gepflanzt werden. Mitte des Monats befreien Sie Ihre älteren Rosen vom Winterschutz und schneiden Sie dann zurück. Gegen Ende des Monats werden die Rosen zum ersten Mal gedüngt. Die Schmetterlingssträucher (Buddleja) schneiden Sie Mitte/Ende März bis auf drei bis vier Knospen zurück. Ihre sommerblühenden Clematis schneiden Sie bis ungefähr Monatsmitte auf zwei Drittel zurück. Stauden Sowie der Boden frostfrei ist, beginnt die Pflanzzeit der Stauden. Die Beete müssen gut vorbereitet sein, sprich eine gute Bodenlockerung, gegebenenfalls muss Bodenverbesserung mit Sand, Kalk oder Kompost erfolgen, alle Wildkräuter müssen herausgesammelt sein, alle Steine abgesammelt. Wie bereits bei den Rosen können nun auch empfindliche Stauden vom Winterschutz befreit werden. Entfernen Sie noch nicht bräunlich aussehende Stauden, denn die Stauden überwintern unterirdisch und somit drückt die neue Pflanze aus der alten Basis neu heraus. Die Beetstauden erhalten jetzt die erste Düngergabe von rund 50 g/m². Frühblüher für einen freundlichen Frühlingsbeginn
Der Garten bringt die ersten farbenprächtigen Frühblüher hervor. Ob Krokuss, Narzissen, Winterjasmin oder Schneeglöckchen – im Hausgarten entdeckt man überall kleine Frühlingsboten. Bereits im Februar kommen die ersten Frühblüher aus dem noch kalten Boden hervor. Während die restliche Natur noch in der Winterruhe ist, sind Frühblüher die Vorboten des kommenden Frühlings und bilden zugleich einen schönen freundlichen Kontrast zum noch tristen Gartengrau. Langsam kommen Schneerose, verschiedenfarbigen Primeln, Osterglocke, Traubenhyazinthe und auch der Lerchensporn hervor.
Wer im Herbst versäumt hat, Zwiebeln zu stecken oder Pflanzen zu setzen, der kann natürlich auf Gärtnereien zurückgreifen, wo es bereits Ende Januar viele der oben genannten Frühblüher zu kaufen gibt. Auf dem Balkon oder am Eingang sehen sie besonders schön aus. Nach der Blüte können sie einfach in den Garten gepflanzt werden.
Frühlingszeit ist Pflanzzeit
Sobald der Boden aufgetaut und einigermaßen abgetrocknet ist, die Unkräuter entfernt worden, und die Beete frei sind, kann man mit der Pflanzung im Frühjahr beginnen. Doch auch wenn die Ungeduld langsam Überhand nimmt, sollte man bei einigen Pflanzen noch mit der Pflanzung im Freiland bis Mitte Mai warten. Manchen Pflanzen machen Spätfröste nichts aus (Stiefmütterchen), doch viele Blumen oder Gemüsesorten reagieren empfindlich auf die späten Fröste. Diese sollten unbedingt erst nach den Eisheiligen ausgepflanzt werden. Manche Kübelpflanzen können tagsüber schon raus (anfangs lieber in den Schatten stellen, um Sonnenbrand zu vermeiden), aber abends sollte man sie mit Vlies vor den Frösten schützen, oder in den Schuppen stellen. Beim Pflanzen muss immer darauf geachtet werden, dass die einzelnen Gewächse auch zusammen passen und genügend Platz zum Wachsen haben. Pflanzt man zu eng, können sich die Pflanzen nicht gut entwickeln und verkümmern. Auch darf nicht vergessen werden, den Boden entsprechend vorzubereiten, egal ob für Beete, Pflanzgefäße oder Töpfe. Für bestimmte Pflanzen muss man Erde zusammenstellen und verschiedene Zusätze untermischen. Für Beete eignen sich das Untermischen von Kompost oder das Mulchen. Auch benötigen die Pflanzen genügend Nährstoffe, um voll durchstarten zu können. Frühjahrsputz ist angesagt
Die ersten Sonnenstrahlen erwärmen bereits die Luft, da juckt es den Hobby-Gärtner in den Fingern. Laub und Moos soll im Garten auf den Wegen verschwinden – dabei auf Kröten und andere „Untermieter“ achten –, Regenrinnen und Fallrohre werden gecheckt. Im Gewächshaus oder unter Folie können Sie jetzt schon Kohl oder Salat pflanzen. Sobald der Boden offen ist, werden im Freiland Schnittlauch, Petersilie, Borretsch, Kerbel, Erbsen, Dill, Rote Beete, Ringelblumen, Jungfer im Grünen, Wicken und Gründüngung gesät. Auch Zwiebeln kommen jetzt in die Erde. Sollte es noch einmal richtig kalt werden, kann mit Folie oder Flies das bereits ausgebrachte Pflanzen geschützt werden. Im Zimmer können Sie noch diverse Sommerblumen und Gemüse vorziehen und die Aussaat vom Winter eventuell schon zum ersten Mal pikieren. Gönnen Sie den Zöglingen auch öfter mal Frischluft. Jetzt ist Zeit, Kartoffeln (am besten kleine) vorzukeimen. Legen Sie sie auf einer dünnen Schicht Erde aus und halten Sie die Knollen feucht. Man kann auch große Knollen vortreiben und dann in Stücke mit je zwei Keimen teilen. Im März kann man noch (gut bewurzelte) Erdbeerpflanzen setzen. Wer es gleich ein bisschen bunt will, kauft blühende Primeln oder Stiefmütterchen und pflanzt sie in die kahlen Beete – sie vertragen etwas Frost.
Pflege im März Kompost und Dünger sollten Sie spätestens jetzt vorbereiten und an Ziergehölze, Rosen, Stauden und, wenn nötig, auch an Obstbäume verteilen. Auch der Rasen kann die erste Düngung vertragen. Ältere Stauden werden nun geteilt und Rosen, Buchs, Clematis, Sommerflieder, Lavendel, Salbei sowie Hecken geschnitten. Die Brombeeren müssen von den Alttrieben befreit werden, an den jungen Trieben werden die Seitentriebe eingekürzt. Auch Kübelpflanzen dürfen aufwachen und bekommen langsam mehr Licht, Wasser und Nahrung sowie – falls nötig – auch einen Schnitt. Den Winterschutz der Rosen entfernt man am besten erst, wenn die Pflanzeaustreibt. Denken Sie auch an die gefiederten Freunde im Garten und kontrollieren beziehungsweise installieren Sie Nisthilfen für „ortsübliche“ Vogelarten. Achten Sie auch darauf, dass relativ nahe beim Nest „Anflugposten“, also höhere Sträucher, Bäume, Rankgerüste oder ähnliches stehen. Hecken – vielseitig und pflegeleicht
Hecken erfüllen im Garten vielseitige Aufgaben wie Sicht-, Wind- und Lärmschutz. Sie dienen zugleich zur Wegführung und stellen zudem wichtige Elemente in der Gartengestaltung dar, da viele immergrüne Hecken den Garten auch während der kalten Jahreszeit in angenehme Grün- oder herbstliche Rot- und Brauntöne färben. Einmal angelegt, sind Heckenpflanzen bis auf den regelmäßigen Heckenschnitt recht pflegeleicht und anspruchslos.
Blauer Raketenwacholder
Der Blaue Raketenwacholder wächst in kerzengerader, schmaler Säulenform. Er fällt besonders durch seine graublauen Nadeln auf. Die Pflanze ist pflegeleicht. Dieser Wacholder gedeiht auf fast allen Böden, nur durchlässig müssen sie sein. Staunässe verträgt er nicht. Ideal sind kalkhaltige Böden. Der Blaue Raketenwacholder liebt die volle Sonne, toleriert aber auch leichten Schatten. Er verträgt Hitze und Kälte, ist winterhart bis etwa – 30 ºC. Wichtig ist, wie bei allen Koniferen, die Pflanze im Herbst gut zu wässern, damit er im Winter nicht vertrocknet. Ansonsten benötigt die Pflanze nur bei großer Hitze Wasser. Für den Blauen Raketenwacholder ist es günstig, wenn er einige Jahre als Kübelpflanze gehalten wird und erst danach in den Garten gepflanzt wird. Am besten wirkt er als Solitärpflanze, wer aber eine Hecke bilden möchte, sollte einen Pflanzabstand von etwa 70-100 cm einhalten. Im Winter sollte auf ein Einpacken in Folie verzichtet werden. Der Blaue Raketenwacholder ist ausreichend winterhart. Durch das Kondenswasser in der Folie kann die Pflanze beschädigt werden. Es besteht die Gefahr von Fäulnis. Wenn man den Wacholder unbedingt einpacken möchte, sollte man Schilf- oder Strohmatten verwenden. Bei Schneefall sollten die Pflanzen ab und zu mal leicht geschüttelt werden, damit der Schnee von den Trieben fällt. Das kann zu Bruchschäden führen. Der Blaue Raketenwacholder muss nicht, kann aber beschnitten werden. Bewehrt hat sich das Einkürzen der jungen Triebe um einige Zentimeter. Die beste Zeit dafür ist der März. Dadurch bleibt die Säule schön dicht und die besondere Form kommt voll zur Geltung. Schadinsekten meiden die Pflanze weitestgehend. Bei Jungtrieben sollte man auf eine Braunfärbung der Nadeln achten. Es könnte sich um eine Pilzkrankheit handeln. Man entfernt betroffene Teile. Sollte das versäumt werden, breitet sich die Krankheit aus und die Pflanze stirbt ab. Blühende Hecken
Blühende Hecken sind nicht nur ein Sichtschutz, sondern meist auch eine Augenweide. Es gibt viele verschiedene Arten von Pflanzen, die hierfür in Frage kommen. Der Ranunkelstrauch blüht zweimal im Jahr, einmal im Frühjahr im April/Mai und dann noch einmal im Juli/August. Im Winter ist die Pflanze zwar blattlos, hat aber schöne grüne Zweige. Außerdem treibt sie zeitig wieder aus.
Die Brautspiere blüht im April weiß und ist so dicht, dass sie auch im Winter ohne Laub sehr blickdicht bleibt. Die Pflanze ist sehr anspruchslos und blüht überreich. Ähnlich, nur etwas später blühend, ist die Prachtspiere.
Die Weigelie blüht im Mai meist in einer schönen rosa Farbe. Die Pflanzen wachsen auslandend und überhängend. Die Blüten haben eine schöne Form und oft eine auffällige Farbe.
Der Falsche Jasmin überzeugt durch seine zahlreichen, weißen, duftenden Blüten. Er blüht im Juni. Die Pflanze wächst recht schnell, kann aber gut beschnitten werden. Der Feuerdorn hat immergrüne Blätter, was ihn zu einer idealen Heckenpflanze macht. Er blüht im Juni und die Beeren reifen im September/Oktober. Je nach Sorte können sie gelb, orange oder rot sein. Der Feuerdorn hat lange Dornen, Vorsicht also, wer kleine Kinder hat. Die Eibe ist eine der edelsten Heckenpflanzen. Sie gedeiht auf fast allen Böden und ist pflegeleicht und schnittverträglich. Die Blüten sind eher unauffällig. Allerdings sind fast alle Pflanzenteile (Nadeln, Samen, Holz und Rinde) giftig, also Vorsicht bei Kindern. Die Beeren sind sehr verlockend. Der Kirschlorbeer hat den Vorteil, dass er immergrün ist. Er wächst schnell und kann gut beschnitten werden. Die Blüten sind auffällig und wirken sehr schön. Die Schneebeere, Purpurbeere oder auch Knallerbsenstrauch genannt, blüht im Juni und trägt ihre Beeren bis in den Winter hinein. Sie sind je nach Sorte weiß oder rosa. Die Forsythie wird auch gern als Hecke genutzt. Im Frühjahr leuchten ihre Blüten und machen sie zur Zierde in jedem Garten. Den Rest des Jahres ist es eine normale Blätterhecke, bis die Blätter im Herbst abfallen.
Beliebt sind gemischte Blühhecken. Darin kommen Heckenkirschen, Felsenbirnen, Schneeball, Holunder, Blut- oder Zierjohannisbeeren, Sommerjasmin, Forsythie, Tamariske und verschiedene Fliederarten vor, auch Sommerflieder. Der Reiz dieser Hecken liegt in der stimmigen Mischung. Mit der Artenvielfalt sollte man es nicht übertreiben. Wiederholungen sorgen für einen Rhythmus in der Pflanzung. Vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst gibt es dekorative Blütengehölze. Bevor man sich für eine oder mehrere Sorten Heckenpflanzen entscheidet, sollte man die Standortbedingungen prüfen. Die verschiedenen Pflanzen haben unterschiedliche Ansprüche. Auch sollte man bedenken, wie viel Platz sie in ein paar Jahren benötigen. Nicht alle eignen sich für einen guten Schnitt. Das sollte man bedenken. Säulenhainbuche
Die Hainbuche ist ein mittelhoher Baum. Der Name Hain bezieht sich auf die gute Eignung als Hecke. Die Hainbuche ist besonders schnittverträglich und wird gern als Heckenpflanze verwendet. Die Säulenhainbuche unterscheidet sich durch ihren schlanken, straff aufrechten Wuchs von der normalen Hainbuche. Auch ohne Schnitt bleibt dieser Wuchs bis ins hohe Alter erhalten. Die Säulenhainbuche eignet sich gut für kleine Gärten, da sie nicht in die Breite wächst und nur wenig Platz beansprucht. Sie kann bis zu 15 Meter hoch werden. Der Jahreszuwachs beträgt etwa 30 cm. Im Mai trägt die Pflanze gelbe Kätzchen. Später erscheinen nussartige Früchte, die in Büscheln angeordnet sind. Besonders auffällig ist die Herbstfärbung in einem kräftigen gelb bis orange. Die Säulenhainbuche ist ziemlich flexibel und gedeiht sowohl an sonnigen als auch schattigen Standorten. Sie bevorzugt Sand- und Lehmböden mit einem Humusanteil und kommt gut mit einem hohen Grundwasserstand zurecht. Staunässe verträgt sie dagegen nicht. Eibenhecke
Taxus bacatta, unsere einheimische Eibe ist eine ideale Heckenpflanze, wenn man mal davon absieht, dass fast alles an ihr giftig ist. Es gibt verschiedene Sorten von Eiben. Wer die grünen nicht so mag, kann es mit der gelben Straucheibe versuchen. Der Vorteil der Eiben liegt darin, dass sie immergrün sind. Es sind edle und leider auch teure Gewächse. Eiben werden sehr alt und wachsen so gut wie überall. Sie kommen mit wenig Licht und kargen Böden aus, können locker mannshoch wachsen und bieten einen optimalen Sichtschutz. Gut ist, dass sie auch den Wurzeldruck hoher Bäume aushalten. Eiben sind absolute Überlebenskünstler. Aus ihrem Wurzelgeflecht regenerieren sie sich immer wieder, selbst wenn der Stamm stark beschädigt ist. |